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Forum: "Guten Abend"
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| Klar, | | von: quies
erstellt: 29.12.2014 19:54:23 |
das verstehe ich. Ich lege dann gleich einmal los.
Schultyp: Gesamtschule (manche Schüler sind sehr schwach, andere dagegen
stark)
Klasse: 9
Anzahl der Stunden: 6
(In einer vorhergehenden Stunde werde ich die Merkmale der Kurzgeschichte
einführen anhand einer anderen Geschichte).
Geplant werden soll eine Unterrichtsreihe zu Kurzgeschichten, die ich nach
den Ferien leider schon einreichen muss. In einer dieser Stunden wird meine
LP stattfinden. In welcher, weiß ich allerdings noch nicht :(
Mir stehen 3 Wochenstunden zur Verfügung (1 Einzelstd und 1
Doppelstunde). Ich wollte in jeder Stunde eine Kurzgeschichte behandeln und
habe mir dazu viel Material besorgt und natürlich schon angefangen.
Im Vordergrund stehen soll dabei jedes Mal ein jugendlicher Protagonist.
Ich habe schon einige Arbeitsblätter entwickelt. Untersucht werden soll z.B.
das Verhalten eines Protagonisten oder sein Charakter. Ziel wird es nicht sein,
dass die Schüler eine eigene Analyse schreiben, sondern dass sie die
Merkmale der Kurzgeschichte nachweisen können und Fragen zu den im
Unterricht gelesenen Texten beantworten können.
Ausgewählt habe ich bis jetzt:
Reiner Kunze - 15
Julia Franck - Streuselschnecke
Wolfgang Borchert- die Küchenuhr
Peter Bichsel - die Tochter
Wolf Wondratschek - Mittagspause
Walter Helmut Fritz - Augenblicke
Vor allem die letzten drei sind sich thematisch ähnlich, weil sie von einer
älteren Tochter erzählen, die schon arbeitet und sich abkapseln möchte.
Einerseits dachte ich, das würde sich anbieten, um so in einer Doppelstunde
Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, aber gleichzeitig zweifle ich auch, ob das
nicht zu langweilig ist, zwei thematisch so ähnliche Texte zu behandeln.
Bin mir grad nicht so sicher und daher über die Meinung eines
Außenstehenden sehr froh.
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| Also | | von: caldeirao
erstellt: 29.12.2014 20:34:45 |
erst mal herzlich Willkommen.
Zu Deiner Frage. Ich halte das für ein sehr straffes Programm. Jede Stunde eine Kurzgeschichte. Aus meiner Sicht macht es nicht die Masse, sondern die Klasse und Du fragst Dich ja selbst, ob das nicht zu langweilig wird. Ich fürchte ja.
Was hältst Du davon, wenn die SuS in einer Doppelstunde beide Kurzgeschichten lesen sollen, sich dann selbstständig eine aussuchen und dann die Aufgaben dazu erfüllen. Du könnstest dazu auch Gruppen bilden. Zum Ende der Stunde werden die Ergebnisse präsentiert und zusammengefasst.
In einer Fortbildung zum kooperativen Lernen ist die folgende Methode sehr angepriesen worden, die eigentlich ganz einfach ist. Die würde sich bei Dir auch anbieten. Erst müssen die SuS die Fragen selbstständig beantworten. Dann setzen sie sich paarweise zusammen und besprechen ihre Ergebnisse und dann halt in einer größeren Gruppe, das könnte in diesem Fall die Präsentation vor der Klasse sein, die anderen ergänzen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass leistungshomogene Paare erst einmal zusammenarbeiten und dann die leistungstarken in die schwächeren Gruppen gehen und noch einmal helfen. So inspirieren sich die guten SuS (Förderung nach oben), anschließend unterstützen sie halt die Schwächeren (Förderung nach unten) und differenziert hast Du auch.
Werden Kurzgeschichten nicht auch interpretiert? Das fehlt mir jetzt bei Deinen Vorüberlegungen. Es kann natürlich sein, dass das später dran ist oder nicht Thema ist. Es ist mir halt nur aufgefallen.
PS: Übrigens dachte ich bei Deiner ersten Anfrage, was ist denn das? Meldet sich hier an und will, dass wir seine Stunden machen. Dabei hattest Du Dir schon so viele und auch gute Gedanken gemacht. Lass uns diese in weiteren Anfragen wissen, dann finden sich meist auch Leute, die helfen, wenn es nicht gar zu speziell ist.
Wir würden uns auch freuen, wenn Du Deinen Entwurf, wenn er erfolgreich war hier einstellst. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen. |
| Ideen | | von: palim
erstellt: 29.12.2014 22:06:20 |
Wenn jede der 6 Stunden eine LP sein kann, musst du sie im Prinzip vorab genau geplant haben und dir für jede Stunde genau um Inhalt und Methode Gedanken machen.
Zu den Geschichten hast du ja schon eine Auswahl, ich finde es auch gut, dass es einen Schwerpunkt gibt,
bei den Inhalten gibt es dann doch immer wieder andere Aspekte, die du aufgreifen willst. So lese ich es zumindest aus deinen Beiträgen:
- Merkmale der Kurzgeschichte wiederholen
- Überschrift und Inhalt in Beziehung zueinander setzen
- ...
Das größere Problem scheint dann noch zu sein, dass nicht jede Stunde gleich aufgebaut sein soll, weil es für die SuS zu langweilig wird (Lesen - Fragen - Präsentieren).
Caldeirao hat ja schon tolle Vorschläge gemacht, dass es über
- Think, Pair, Share
- Lerntempo-Duett mit anschließendem Tausch
- arbeitsteilige Aufgaben, die anschließend vorgestellt werden
laufen kann.
Vielleicht geht auch ein Gruppenpuzzle, bei dem sich die SuS zur gleichen Geschichte erst einmal um einen Aspekt kümmern, und diesen Aspekt dann gegenseitig in einer größeren Gruppe vertreten, in der auch die anderen Vor-Gruppen ihre Ergebnisse vorstellen.
Oder eine Gruppen- oder Partnerarbeit mit produktivem oder kreativem Inhalte, bei dem z.B. der Spannungsbogen mit einem Faden gelegt (diskutiert) und aufgeklebt wird, Textstellen dann dazu ... oder Stimmungsfarben in die Geschichte gearbeitet werden, die den Wörtern oder Wendungen entsprechen ...
oder du gibst zu Beginn der Stunde eine Matrix/ Tabelle o.ä. vor, die im Verlauf der Stunde gefüllt wird.
Dagegen würde sprechen, wenn du das Ziel Interpretation nach einem festen Schema verfolgen willst, das immer wieder zur Anwendung kommen soll.
Möglichkeiten gibt es auch, dass du die SuS mal zu Beginn der Std. zu einem Thema "denken" lässt (Cluster, Mindmap?) und es anschließend dazu eine Geschichte gibt, die den Inhalt aufgreift,
oder dass ggf. eine der Geschichte auch die Grundlage für das Erarbeiten von Argumenten oder eine Diskussion sein könnte.
Palim |
| Die besten Stunden | | von: caldeirao
erstellt: 29.12.2014 22:45:15 |
sind doch die, wo die SuS viel arbeiten und Du mehr oder weniger lenkst und leitest, sprich Du initierst Lernprozesse.
Deine Aktivitäten könnten sein: Arbeitsaufträge, Gruppenkoordination, Hilfestellungen bei leistungsschwächeren SuS, Inspiration bei leistungsstärkeren SuS usw.
Wenn Du Dich stärker einbringen möchtest, könntest Du nach Motivierung und Zielorientierung evt. kurze Zusammenfassung was Kurzgeschichten sind usw. die erste Geschichte laut vorlesen lassen, kurze Nacherzählung/ Inhaltsangabe => mdl., dann 2. Geschichte selbstständig leise lesen lassen, wieder kurze Nacherzählung/ Inhaltsangabe => mdl. Dann Arbeitsauftrag alleine usw. siehe Beitrag vorher. Dann bist Du nachher wieder sehr aktiv bei der Präsentation und Zusammenfassung.
Da Du ja erst Einzelarbeit, dann Paararbeit und dann auch noch in die Gruppe gehst, ist es auch nicht eintönig. Es sind verschiedene Methoden und die Schüler können sich auch noch den Lehrstoff wählen. Das ist doch moderner Unterricht.
Ich hätte auch noch eine andere Idee- eignet sich für eine Einzelstunde, da müssen die SuS aber alle die gleiche Geschichte haben. Geschichte lesen von mir aus auch gemeinsam, damit Du aktiv bist. Dann z.B 5 Gruppen bilden. Jede Gruppe beantwortet EINE Frage (die selbe), es gibt einen Schreiber, der mitschreibt. Dann muss jeder an einen anderen Tisch, der Schreiber bleibt sitzen, die Antworten werden nun in der Gruppe diskutiert und ggf. ergänzt. Es kommt eine neue Frage, die nun die neue Gruppe beantwortet. Dann müssen wieder alle bis auf der Schreiber die Plätze wechseln und es geht weiter, wie beschrieben. Das eignet sich für 2-4 Fragen. Am Ende vergleicht ihr die Ergebnisse gemeinsam. Diese Methode kannst Du googeln unter World-Cafe. Dort ist sie bestimmt besser beschrieben, als jetzt von mir erklärt. Zeitplanung: Zielorientierung/ gemeinsam lesen 15 min. Methode erklären 5 min, je Frage beantworten 5 min, Vergleich 3 min bei 2 Fragen sind das 16 min 10 min Vergleich der Fragen/ Abschluss der Stunde. Bei einer Doppelstunde hättest Du etwas mehr Zeit, allerdings nur eine Geschichte.
Ich würde auf jeden Fall vor meiner LP diese Methoden ausprobieren, um die Stunde nicht ins Chaos verfallen zulassen.
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