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Forum: "Schüler von Maskenpflicht befreit - und nun?"
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 | Schüler von Maskenpflicht befreit - und nun? |  | von: blue-kathy

erstellt: 16.11.2020 08:49:00 |
In meiner KLasse wurde ein Kind von der Maskenpflicht befreit. Wir sind nun unsicher, was das für das Einhalten von Abständen bedeutet. Darf das Kind, weil ja befreit, ohne Maske direkt neben anderen sitzen/stehen/arbeiten oder muss es nun mehr Abstand zu anderen einhalten und einen Einzelplatz haben und kann beispielsweise an Partnerarbeit nicht teilnehmen? Wie vereinbart man nun das Recht des Einen keine Maske tragen zu müssen mit dem Recht der Anderen auf Verringerung der Ansteckungsgefahr? Eigentlich müsste das im Kultusministerium entschieden werden, weiß jemand, wo man da am besten nachfragen kann? Was würdest ihr tun? Ich bin mir recht sicher, dass das Kind kein Risikopatient im gesundheitlcihen Sinne ist, die Eltern haben einen Arzt gefunden, der ihre persönlichen Ängste, was das Tragen von Masken angeht, anerkannt hat. Aber der Grund ist ja egal, das Attest liegt vor. |
 | Kenne ich ... |  | von: oranjan

erstellt: 16.11.2020 12:28:42 |
Diesen Fall haben wir auch an der Schule - ein offensichtliches Gefälligkeitsattest. Die Familie sind massive Leugner, Argumenten nicht zugänglich und führen all die obskuren Argumente an bis hin zu den angeblich wegen der Maske verstorbenen Kindern. Die Schulleitung will es nicht auf die Spitze treiben - mittlerweile könnte man solche Gefälligkeitsgutachten ja ablehnen. Das Kind sitzt mit etwas größerem Abstand zu den anderen an einem Einzeltisch am Fenster, das wir sehr häufig öffnen - trotzdem, je nach Witterung geht das halt auch nicht immer. GA etc. fällt für das Kind flach. Es ist ärgerlich und es macht alle Bemühungen hinfällig. Wenn sich dieses Kind irgendwo ansteckt, was fast zu erwarten ist, dann geht es rund ... die anderen sind dann auch ganz schnell infiziert - und auch für unsere älteren Lehrer wäre das kein Spaß! Hoffen wir auf viel Glück.... |
 | . |  | von: kathrin74

erstellt: 16.11.2020 14:51:19 |
Einzeltisch am offenen Fenster, mit 1,5m Abstand zu den anderen. Hilfestellung eher weniger bis gar nicht, weil man sich und andere schützen muss. Das gibt erst einmal sehe viel Stunk, weil kein Kind ausgegrenzt werden darf. Das Bedarf ein dickes Fell. Direkt signalisieren, dass das sofort aufhört, sobald eine Maske getragen wird. Das kann ohne Probleme bis zum Dezernenten mit Anwalt der Eltern gehen. So oder so wird der Schulfrieden dadurch massiv gestört, denn es kommen von den anderen aus, warum darf der und wir nicht. |
 | Zustimmung |  | von: indidi

erstellt: 16.11.2020 17:35:53 |
Stimme meinen Vorschreibern zu. Ich würde da kein Risiko eingehen und auch die anderen Kinder schützen. 2m Abstand zu den anderen, keine Partner- und Gruppenarbeit. Auch in den Pausen Abstand. |
 | Diesen Eltern, |  | von: dafyline

erstellt: 16.11.2020 18:51:19 |
die ihrem Kind in diesem Fall nichts Gutes tun, sollte man Worte mancher kluger Menschen mit auf den Weg geben: Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet. Matthias Claudius (1740-1815) Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Immanuel Kant (1724-1804) Ansonsten: Abstand ist gaaaaaaanz wichtig! Lüften auch.... Kein Lehrer grenzt das Kind aus - er muss sich und die anderen Kinder schützen! |
 | Danke euch |  | von: blue-kathy

erstellt: 16.11.2020 19:18:59 |
für eure Beiträge. Ich sehe das alles genauso. Ich hatte die Idee, dass es dazu ja eigentlich eine offizielle Entscheidung vom Kultusminister geben muss, oder? Eine Kollegin sagt auch, dass sie in einem der zahlreichen Briefe gelesen habe, man solle sich bei speziellen Fragen und Problemen melden,weiß jemand, wo genau, gibt es eine direkte Adresse dafür? Ich bin in Niedersachsen. |
 | bei uns ist das so geregelt (RLP) |  | von: fruusch

erstellt: 17.11.2020 13:56:33 |
... dass ein solches Kind mit mind. 1,50m Abstand zu allen anderen Anwesenden (Lehrer eingeschlossen) sitzen muss, bestenfalls an einem gut durchlüfteten Platz im Klassenraum. Wenn es sich dadurch ausgegrenzt fühlt, kann es ja eine Maske aufziehen - zwingen dürfen wir ihn aber nicht dazu, genauso wenig wie wir ihn dazu zwingen, sich selbst auszugrenzen. Eltern, die ihren Kindern das antun, rweisen diesen damit in mehrfacher Hinsicht einen Bärendienst. Zum einen lassen sie es zu, dass ihr Kind sich außerhalb der Klassengemeinschaft stellt, mit all seinen negativen Folgen auch für die Kindesentwicklung. Zum anderen geben sie ihren Kindern die Botschaft mit, dass sie allesm, was irgendwie unangenehm oder lästig ist, für das Kind aus dem Weg räumen, und erziehen es damit zur kompletten Abhängigkeit. Selbstständige selbstbewusste Erwachsene kommen da selten raus, außer die Kinder werden irgendwann stark genug, sich von diesen Eltern zu lösen - dann aber meistens komplett und auf eher unangenehme Art. Gefälligkeitsatteste kenne ich auch, wir haben da auch so ein, zwei Familien, die komplett beratungsresistent sind. Solange sie den offiziellen Kriterien entsprechen, also auch eine medizinische Diagnose enthalten, müssen wir sie leider akzeptieren. Ist zwar komisch, dass immer nur Kinder von Corona-Leugnern an den Masken wie die Fliegen sterben, und alle anderen nicht, aber das scheint so eine der vielen Absonderlichkeiten dieses neuen Virus zu sein. |
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