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Forum: "maßnahmen"
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| @cyrano @ rolf | | von: rfalio
erstellt: 18.04.2005 06:34:55 |
@ cyrano
Verwaltungsgerichtsordnung
§108
(1) Das Gericht entscheidet nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen Überzeugung.
§87
Er kann insbesondere
Zeugen und Sachverständige zur mündlichen Verhandlung laden.
Der Vorsitzende oder der Berichterstatter kann einzelne Beweise erheben. Dies darf nur insoweit geschehen, als es zur Vereinfachung der Verhandlung vor dem Gericht sachdienlich und von vornherein anzunehmen ist, daß das Gericht das Beweisergebnis auch ohne unmittelbaren Eindruck von dem Verlauf der Beweisaufnahme sachgemäß zu würdigen vermag.
Meines Erachtens heißt das: wenn der Richter der Überzeugung ist, er versteht was von der Sache, braucht er keine Gutachter.
@Rolf: Kleines Rechenexempel. Um die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung wirklich den Schülern näherzubringen und nicht nur ein Beispiel herauszugreifen, brauche ich, vor allem bei freien Schülerversuchen, mindestens 12 Stunden, d.h. die Hälfte des o.a. angeführten Zeitraumes. Wie erwähnt, erwarten aber Eltern und Schulleitung von mir, dass ich die Schüler auf die Abschlussprüfung vorbereite und die Eltern können das auch gerichtlich überprüfen lassen.
Mit anderen Worten: Viele Eltern sehen in der Schule einen Dienstleistungsbetrieb, den sie mit Steuergeldern finanzieren und der gefälligst einklagbar gewisse Ergebnisse ( Abschlüsse) erbringen soll und muss! Und sie wissen genau, wie dies zu geschehen hat ( vgl. oben über Finnland). Wenn man ein fächerübergreifendes Projekt zur Geschichte der Mathematik laufen lässt mit tollen Ergebnissen und dann in der Sprechstunde die Befürchtungen hört, die Schüler würden zu wenig Stoff lernen, graus!
So, ich hab jetzt das gemacht, was meine Vorredner auch gemacht haben: Ich hab mir ein bis zwei Sätze aus dem Zusammenhang gepickt und bin nur auf diese eingegangen, ohne den Sinn des kompletten Beitrages aufzugreifen.
Verzeihung
rfalio |
| hin und her gerissen | | von: jamjam
erstellt: 18.04.2005 08:45:45 geändert: 18.04.2005 08:50:24 |
ich bin bei eurer diskussion, die ich zum großen teil gelesen habe, hin und her gerissen.
momentan habe ich ein riesen problem in der 11. klasse. ich fühle mich hier von monat zu monat mehr gezwungen, reglementierungen einzuführen.
die schüler haben in ihrer schullaufbahn nie eigenverantwortung gelernt.
sie haben gelernt, das zu tun, was die lehrkraft erwartet und/oder verlangt. sie haben gelernt schemas anzuwenden. sie haben gelernt der lehrkraft zuzuhören.
sie haben - zumindestens in mathe - fast die gesamten fachinhalte vergessen (einschließlich bruchrechnen und kleines einmaleins).
sie haben nicht gelernt, mit anderen zu arbeiten. auch nicht, eigenständig informationslücken aufzuarbeiten. sie können (mathematische) formeln und ansätze nicht auf tatsächliche problemstellungen anwenden.
fazit: sie haben gelernt für die schule, die lehrkraft, die nächste klasenarbeit zu lernen, aber der sinn geht ihnen ab.
also disziplin ist schön und gut, und auch wichtig, aber(@rolf) wenn sie von den schülern ausgeht und nicht durch eine lehrkraft erzwungen wird. dafür brauchen die schüler aber eigenverantwortung und die können sie nur durch freiheit auch in der schule lernen.
jamjam
p.s. doch leider werden sie immer schlechter statt besser, weil sie nicht gelernt haben mit freiheit umzugehen. und das zentralabitur rückt näher. da stellt sich für mich die frage: lasse ich ihnen ihre freiheit, und die daraus resultierenden schlechten schriftlichen noten, und setze ich sie damit dem risiko aus, das abitur nicht zu schaffen. oder nehme ich ihnen ein stück ihrer eigenen entscheidung und füjre wieder dinge wie verbindliche hausaufgaben, arbeitsmappe etc. ein.
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| grundschule | | von: jamjam
erstellt: 19.04.2005 19:56:25 |
@kfmaas, rolf
hab mein spezielles problem mal in ein eigenes forum gestellt.
desweitern:
ich habe ja jetzt ein eigenes kind in der grundschule und muss feststellen, dass heutzutage? eltern wirklich ein problem sein können.
die sprechen ungehemmt im beisein ihrer kinder über deren klassenkameraden (ads, hyperaktiv) und den möglichen klassenausschluss dieser, über die klassenlehrerin und ihr unfähigkeit etc.. bei diesen eltern hat kaum eine klassenlehrerin eine chance, es sei denn eine, die die klasse so ruhig hält, dass auch die kinder es so empfinden und dieses zu hause berichten.
wenn es tatsächlich zu ernsthaften problemen koommt, war ihr kind nie daran beteiligt oder auslöser. und nicht zu schweigen von dem problem des hohen ausländeranteils (5 von 19!!! mein-als solches nicht erkanntes kind- nicht berücksichtigt)
ich muss mich schon sehr zusammenreisen, um da auf elternabenden nicht auszurasten, aber mit meiner meinung habe ich nicht hinterm berg gehalten.
was von seiten der lehrerin anscheinend ganz positv aufgenommen wurde, schließlich kann sie einige dinge nicht ganz so offen äußern
die klassenlehrerin, die ein offenen unterricht führte, wurde übrigens abgesägt. nun haben die kinder eine lehrerin, die für mehr disziplin sorgt. das ads-kind ist in einer anderen klasse und im nächsten jahr müssen sich die kinder wieder auf eine neue bezugsperson einstellen.
soviel einer effektiven pädagogischen arbeit, wenn die eltern nicht nur nicht mitspielen, sondern sich direkt an das kultusministerium wendet (3 Monate nach Schulanfang!!!!).
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